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infosyon-zertifizierter Professional
infosyon Internationales Forum für Systemaufstellungen in Organisationen und Arbeitskontexten e.V.


Beschreibung des Zertifikats

Die Qualitätsstandards von infosyon (seit 2005) sind weltweit die einzigen, die explizit auf den Einsatzbereich in Organisationen ausgerichtet sind [...] Sie wurden in einem breit abgestützten Dialog erarbeitet und sollen professionellen Anwendern der Methode eine Orientierungshilfe für ihre Qualifizierung geben. Die Praxis der ersten Jahre hat gezeigt, dass sie für die Herausbildung einer professionellen Identität nützlich sind.
Quelle: infosyon.com/qualitaetsstandar... / vom 18.04.2016

1. Ziele dieses Standards
Dieser Qualitätsstandard soll den Kunden bei der Auswahl von professionellen System-
AufstellerInnen in Organisationen und Arbeitskontexten (SO+A-Professionals) eine Orientierung geben.
Er soll auch den System-AufstellerInnen einen Maßstab zur Verfügung stellen, an dem sie ihre Arbeit und ihre Weiterbildungsmaßnahmen ausrichten können. [...]

5. Qualitätsstandard für SO+A-Professionals
Der Qualitätsstandard definiert im ersten Teil die persönlichen Vorraussetzungen für eine
System-AufstellerIn und im zweiten Teil die Haltung und grundlegende Verhaltensweisen bei einer System-Aufstellung.
Alle im folgenden Text mit ** markierten Punkte werden im Rahmen der Qualitätssicherung und -darstellung des SO+A-Professionals (s. 6.) geprüft.

5.1 Persönliche Voraussetzungen

Aus- und Weiterbildungen
• Berufserfahrung in Organisationen**
• Theoretisches Wissen über Organisationen
• Berater- oder Supervisoren-Ausbildung oder eine entsprechende langfristige berufliche Erfahrung **
• Beratungserfahrung **
• Selbsterfahrung** und Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit
• Gründliche Weiterbildung in systemischen Konzepten und Interventionstechniken**
• Gründliche Weiterbildung im Anleiten von System-Aufstellungen**
• Persönliche Aufstellungserfahrung**
- Bearbeitung eigener persönlicher Themen
- Bearbeitung eigener beruflicher Themen
- Leitung von System-Aufstellungen
• Methodenkompetenz (s.u.)
• Grundhaltung nach dem Verhaltenskodex (s. 5.2)
• Geschulte Wahnehmungsfähigkeit und Intuition, Bereitschaft zur Neutralität (auch gegenüber eigenen Bildern und Absichten), ...

Fertigkeiten und Methodenkompetenz für das Leiten einer System-Aufstellung

• Einbindung der System-Aufstellung in einen Beratungsprozess
• Vorbereitung des Kunden auf die System-Aufstellung
• Entwicklung des Anliegens hin zur Fragestellung als Vorbereitung der System- Aufstellung (systemische und lösungsorientierte Interview- und Gesprächsführung)
• Gründliche Kenntnisse grundlegender Konzepte und Interventionstechniken des Systeme-Stellens und die Fertigkeit in ihrer Anwendung
- Grundannahmen und Prinzipien, die das Systeme-Stellen leiten
- Grammatik und Sprache der System-Aufstellung
- Variationen von Aufstellungsformen
- Variationen von Vorgehensweisen in System-Aufstellungen
- Interventionsformen
- Unterscheidung der Ebenen "System-Aufstellung", "Deutung der System- Aufstellung" und "Kontext der System-Aufstellung"
- Unterscheidung von verschiedenen Systemebenen in einer System-Aufstellung
• Verhalten in schwierigen Situationen und Krisenintervention
• Definition eines weitergehenden Prozesses für die Nachbearbeitung

5.2 Einhalten eines Verhaltenskodex

In der Arbeit mit System-Aufstellungen
• prüfen, ob die eigene fachliche und soziale Kompetenz zur sorgfältigen Bearbeitung des Anliegens mit Hilfe der System-Aufstellung ausreicht; sicherstellen, dass das Anliegen in dem momentanen Setting bearbeitet werden kann (ggf. auf privaten Kontext hinweisen; ggf. an andere Stelle überweisen)
• sich jederzeit für die Leitung des Prozesses verantwortlich fühlen
• den Kunden über die Rahmenbedingungen, Möglichkeiten, Grenzen und Wirkungen einer System-Aufstellung aufklären: dem Kunden wird transparent, dass die System-Aufstellung nur ein Schritt in einem Prozess ist; dem Kunden wird dargelegt, dass mit System-Aufstellungen keine Wahrheiten erzeugt werden, sondern Bilder, die seine Entscheidungsprozesse fördern sollen (Seriosität); ...
• den Schutz des Kunden und seiner Informationen sicherstellen (Vertraulichkeit)
• das Anliegen unter Berücksichtigung der Ausgangssituation so weit klären, dass ein
Auftrag für die System-Aufstellung formuliert werden kann (z.B. mit Hilfe eines systemischen und lösungsorientierten Interviews)
• dem Kunden eine dem Anliegen gemäße Aufstellungsform und geeignete Vorgehensweisen anbieten
• achtsame, wertschätzende und auftragsorientierte Prozeßarbeit im Kontakt mit dem Kunden und den an der System-Aufstellung Mitwirkenden; achtsam und wertschätzend auch sich selbst gegenüber sein
• neutral bzw. allparteilich zu Personen, Beziehungen, Konstrukten, Bewertungen und Lösungen sein
• auf Wunsch des Kunden den Prozess nachvollziehbar erklären
• den Auftrag nur mit Zustimmung des Kunden erweitern, wenn der Prozess über die bestehende Vereinbarung hinausführen kann
• Abrundung und Abschluss der Aufstellung
- Entlassen und Entrollen der RepräsentantInnen
- das Lösungsbild beim Kunden verankern
- Aufstellungsergebnisses auf Basis der vom Kunden genannten Erfolgsmerkmale prüfen ...
• angemessener Umgang mit offenen Fragen

Zur eigenen Vorbereitung auf die System-Aufstellung

• sorgfältig im Anleiten von System-Aufstellungen weiterbilden; eigene gründliche Übungsmöglichkeiten schaffen
• regelmäßig weiterbilden, aktiv den Erfahrungsaustausch pflegen und seine Fertigkeiten unter Supervision weiterentwickeln
• ein fairer Mitbewerber am Markt sein
• die Werbung an den hier genannten Kriterien orientieren und nur das versprechen, was gehalten werden kann (seriöse Werbung)
[...]
Quelle: infosyon.com/fileadmin/_migrat... / vom 18.04.2016

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